Spezialtipp

Jagd auf Tilla Fuchs

Bild: SWR/Christian Koch

Sonntag, 18:20 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

Jagd auf Tilla Fuchs

Hörspiel von Judith Kuckart, frei nach Motiven der Novelle "Lady into Fox". Bibiana Beglau (Erzählerin), Bernhard Schütz (Mann)

Tagestipp

Heute, 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Literatur

"Das Gesicht der Revolution hat niemand gesehen" Michail Prischwins geheime Tagebücher Von Eveline Passet Eine im Verborgenen entstandene, 13.000-seitige Chronik der sowjetischen Epoche, die das Fühlen und Denken jedes Menschen veränderte. 50 Jahre lang schrieb der Bestsellerautor Michail Prischwin Tagebuch, von 1905, dem Jahr der ersten russischen Revolution, bis zu seinem Tod 1954. Die 120 Hefte sind ein Mosaik aus Alltagsbeobachtungen, Briefentwürfen, philosophischen Reflexionen, Zitaten und aufgeschnappten Äußerungen unterschiedlichster Menschen: von bäuerlichen Nachbarn ebenso wie von Politkadern, Deportierten, Schriftstellerkollegen. Außerdem hält Prischwin Naturbeobachtungen fest, dazu groteske, poetische oder parabelhafte literarische Skizzen. Stilistisch Ausgefeiltes steht neben flüchtig Notiertem, Privat-Intimes neben faktographischem Protokoll. So bieten die Tagebücher - denen von Victor Klemperer entfernt verwandt - eine an Tonlagen reiche Chronik jener sowjetischen Epoche, die tief in das Fühlen und Denken der Menschen eingriff. Und sie bieten das Psychogramm eines Menschen, der "alles verstehen, alles ertragen, nichts vergessen und nichts vergeben" wollte, der wie viele russische Intellektuelle seiner Generation "die Gratwanderung zwischen Anpassung und Dissidenz absolvierte" (Ulrich Schmid) und der - anders als viele - das Glück hatte, zu überleben. Nicht zuletzt dank des Umstands, dass die Tagebücher im Verborgenen entstanden und zu Prischwins Lebzeiten auch dort verblieben. Eveline Passet, die Herausgeberin und Übersetzerin einer vierbändigen Auswahl aus den 13.000 Seiten der russischen Ausgabe, die von 1991 bis 2017 publiziert wurde, stellt das Opus magnum vor.

Konzerttipp

Heute, 22:00 Uhr Bremen Zwei

Klassikwelt in concert: Musicadia IV - Galanteries du Temps

Die Kunst des Violinspiels in Frankreich Konzertmitschnitt vom 3. November 2019, Sendesaal Bremen Mit Musik von Jean-Féry Rebel, Johann Paul von Westhoff, Elisabeth Jaquet de la Guerre, Marin Marais, Jean Marie Leclair und anderen Interpreten: Plamena Nikitassova, Violine François Joubert- Caillet, Viola da Gamba Matthias Spaeter, Theorbe Diego Ares, Cambalo Zum Abschluss der letztjährigen Musicadia im Sendesaal Bremen lud Deutschlandfunk Kultur ein zu einem Streifzug durch das Frankreich des 16. und 17. Jahrhunderts. Die bulgarische Geigerin Plamena Nikitassova und ihr Ensemble machten das Publikum mit zum Teil selten zu hörenden Kompositionen bekannt, von denen zwei sogar aus der Feder einer Komponistin stammten, was damals eine absolute Seltenheit war: Elisabeth Jaquet de la Guerre.

Hörspieltipp

Heute, 21:00 Uhr NDR 1 Radio MV

NDR 1 Radio MV - Plappermoehl / Plattdeutsches Hörspiel

Lütt Stunn" Lüdsnack, Musik un süst noch wat Die "Plappermoehl" ist die älteste plattdeutsche Radiosendung im Nordosten. Angefangen hat alles in Dabel, als 1983 die erste "Plappermoehl" auf dem Kornboden der alten Holländerwindmühle aufgezeichnet wurde. Mittlerweile ist die Sendung unterwegs in ganz Mecklenburg-Vorpommern und meldet sich regelmäßig aus einem anderen Ort des Landes mit "ne lütt Stunn Lüdsnack, Musik un süst noch wat". Mit Humor und guter Laune moderieren Susanne Bliemel und Thomas Lenz ihren Klönsnack mit interessanten Gästen. 21:00 - 21:03 Uhr Nachrichten, Wetter, Verkehr

Featuretipp

Heute, 14:04 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Zum 40. Todestag von Jean-Paul Sartre (15.4.) In Freiheit leben Jean-Paul Sartre und seine Zeit Von Detlef Michelers und Brigitte Röttgers Regie: Detlef Michelers Produktion: rbb/RB/SR 2005

Podcast

Deutschlandfunk

Nachrichten vom 05.04.2020, 05:00 Uhr

Autor: Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion Sendung: Nachrichten

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SWR 2

Dominique Manotti: Kesseltreiben (2) - Böses Lehrstück über Wirtschaftskriminalität

"Kesseltreiben" schildert die Übernahme eines französischen Konzerns durch den US-Konkurrenten, umrankt von organisierter Kriminalität, Regierungspolitik und Geheimdienstaktivitäten. Zweiter Teil. | Aus dem Französischen von Iris Konopik | Mit: Imogen Kogge, Katja Bürkle, Ole Lagerpusch, Hanna Scheibe u. v. a. | Musik: zeitblom | Hörspielbearbeitung und Regie: Ulrich Lampen | (Produktion: SWR/NDR 2019)

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